Artikel Januar/Februar 2011
Ist Gott auf der Pole-Position?
Das Bild ist uns in Flensburg vertraut: Segelyachten und Motorboote prägen das Hafenbild. Sie verleihen der Förde und somit auch der Stadt etwas Besonderes.
Ein Schiff, das nur im Hafen liegt, erfüllt jedoch nicht seinen eigentlichen Zweck. Ja, es gibt Zeiten, in denen es im Hafen anliegt, aber auch Zeiten, in denen das Schiff sich auf den Weg macht. Ein Schiff ist nicht für die Straße gedacht, sondern für das Wasser, die Flüsse, Kanäle, Seen und Meere. Dort ist es sozusagen zu Hause. Dort erfüllt es seinen eigentlichen Zweck.
Viele Menschen hatten schon vor ca. 2.000 Jahren bestimmte Vorstellungen an den versprochenen Messias. Viele erwarteten einen König, der ihnen politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorteile ermöglichen würde. Sie sahen in erster Linie ihre eigenen Vorteile, ihre eigenen Bedürfnisse. Dies war jedoch nicht Jesus Motiv. Er wäre wie die Yacht im Trockendock gewesen – schön anzusehen, aber am Ziel vorbei gelebt.
Warum kam Jesus als Sohn Gottes in diese Welt? Was war sein Auftrag, seine Vision? In Lukas 19, 10 steht geschrieben: „Der Menschensohn ist gekommen, Verlorene zu suchen und zu retten."
D.h.: Jesus ist nicht der Verwöhner, Jesus ist der Versöhner! Die Bibel sagt, dass diese Versöhnung mit Gott nur durch Jesus möglich ist.
Es geht dabei nicht in erster Linie darum, dass deine und meine Wünsche für ein schöneres und besseres Leben in Erfüllung gehen, sondern Gottes Plan in und mit deinem Leben. Und dieser Plan ist gut! Jesus fordert uns in Matthäus, 6, 32-33 auf, die Prioritäten in unserem Leben zu überdenken und Gott zur Nummer 1 zu machen. „Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“
Wir brauchen dabei aber keine Angst zu haben, zu kurz zu kommen! Er möchte dich und mich auf verschiedene Art und Weise segnen – wir sind ja seine Kinder. Gott möchte selbst in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten unser Versorger sein.
Auf welchem Platz steht Gott bei dir? Ist er in der letzten Reihe oder auf der Pole-Position? Ist Jesus in deinem Leben wie das Schiff im Hafen, welches seiner Bestimmung nicht gerecht wird, oder bist du bereit, mit ihm auf das weite Meer zu segeln, dich ihm anzuvertrauen?
Liebe Grüße,
Ralf Preuß
