Hilfseinsatz in Haiti
In Zusammenarbeit mit dem Sturbridge Worship Center flog ein 5-köpfiges Team am 23. Februar 2010 nach Haiti, um dort insbesondere der Organisation "Mission of Hope" in Grand Goave zu helfen. Ralf Preuß, Leiter des CZN, war Teil dieses Teams.
Bericht im Flensburger Tageblatt
Das Flensburger Tageblatt berichtete am 13.03.2010 über den Einsatz:
<< Niemals zuvor dürfte der Name dieser humanitären Einrichtung auf Haiti derartige Symbolkraft gehabt haben: "Mission of Hope". Ein Waisenhaus, eine Schule, Lager, Wohn- und Verwaltungsräume in Grand Goave - alles stürzte am 12. Januar diesen Jahres mit dem Rest des karibischen Inselstaates in eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. "Kann man hier noch Hoffnung haben?" - Ralf Preuß war selbst am Zweifeln. Auf dem Weg von Port-au-Prince ins zwei Stunden entfernte Grand Goave wurde dem Leiter des Christlichen Zentrums Nordlicht die totale Zerstörung schmerzlich bewusst, die das größte Armenhaus der westlichen Hemisphäre binnen Sekunden ins größte Obdachlosenquartier der westlichen Hemisphäre verwandelt hatte.
Der Prediger hatte sich auf den Weg gemacht. Sein Ziel: die "Mission of Hope" in Grand Goave, die in den Stunden nach dem Beben bundesweit in die Medien geraten war. Von dort hatten als erste und einzige drei junge Flensburger, die über einen Jugendaustausch mit einer amerikanischen Nordlicht-Partnergemeinde gekommen waren, via Internet aus dem Katastrophengebiet berichtet. Die Spendenbereitschaft in Flensburg und Umgebung hatte über 20 000 Euro für den Wiederaufbau des Waisenhauses mobilisiert, in dem die jungen Missionare tätig waren. Preuß war - auf eigene Kosten - gekommen, um zu sehen, zu helfen, zu trösten.
Er selber hat eine tröstliche Erkenntnis mit zurück gebracht. Es gibt sie tatsächlich, die Hoffnung. In Grand Goave half er beim Wiederaufbau. "Das Fundament für einen Neubau des Waisenhauses ist gemacht", berichtet er. "Wir haben Sanitäranlagen gebaut, Wasseraufbereitungsanlagen, wir haben eine provisorische Schule errichtet, in der über 600 Kinder kostenlos unterrichtet werden."
Der erste Schultag nach dem Erdbeben war einer der Tage, die Ralf Preuß Mut gemacht haben. Erster Unterrichtstag in der Missionsschule war acht Wochen nach den verheerenden Erdstößen. Und was den Flensburger Helfer so rührte, war ein starkes Signal der Menschen: "Alle hatten ihre besten Kleider angezogen." Die Katastrophe mochte ihre Häuser zerstört haben, aber die Würde nicht.
Diese zarten Zeichen täuschen nicht darüber hinweg, dass es auch zwei Monate nach dem Beben noch an vielen wichtigen Dingen mangelt. Baumaterial, Werkzeuge, Maschinen fehlen an allen Ecken und Enden, die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser dagegen funktioniert, berichtet der Flensburger. Die in Grand Goave gut vernetzte Mission of Hope sei mittlerweile Verteilungszentrum von Hilfsgütern für 30 000 Menschen geworden. "Wir achten beim Wiederaufbau auf Nachhaltigkeit. Wir bezahlen Einheimische für die Bauarbeiten. Damit kommt der Geldkreislauf wieder in Gang - und das tatenlose ohnmächtige Warten hat ein Ende." Preuß träumt davon, für Grand Goave eine nachhaltige Flensburg-Hilfe zu organisieren. Erste Kontakte sind geknüpft. Am Sonntag (10 Uhr) berichtet Ralf Preuß in seiner Gemeinde (Schloßstraße 44-46) über seine zehntägige Reise. >>
